Die ersten 100 Jahre der neuen Kirche

Da die Kirche von 1768 bald zu klein war, fiel bei einer Sitzung des Kirchenvorstandes am 6. Juli 1853 die Entscheidung für den Neubau einer Kirche.

Der Kölner Architekt Vincenz Statz wurde mit der Planung beauftragt.

Der Neubau erfolgte neben der alten Kirche. Diese wurde bis auf den Chor abgerissen, der danach
als Friedhofskapelle diente. Die Grundsteinlegung erfolgte am 9. Juni 1857. Vier Jahre später,
am 4 September 1861, wurde sie eingeweiht.

 

                                                 Seitenaltäre                                                                      Hauptaltar in den 60er Jahren

 

Renovierung Anfang der 1960er-Jahre

Die konziliare Zeit forderte Veränderungen. Die Kirche mit ihren sehr schönen Holzaltären,
mit Chor- und Strebenbemalungen, mit neugotischen Ranken zwischen de Bögen, mit einer verzierten
Holzkanzel, die 2 m über den Köpfen der Gläubigen war, mit einer gotisch verzierten Kommunionbank,
an der sich die Gläubigen zum Kommunionempfang niederknieten, einem drehbaren Tabernakel für
Monstranz oder Kreuz, mit einer Orgel, deren Blasebalg während des Spielens von Messdienern
"aufgepumpt" werden musste, wurde unter der Führung von Pastor Willi Wirtz verändert.

  • Anstelle der Holzseitenaltäre, an denen Gastpriester parallel zur hl. Messe mit einem Messdiener
    die „stille Messe“ lasen, traten jetzt schöne, helle, schlichte Tuffsteinaltäre. Die Wand hinter den
    Altären zierte ein etwa 5 m hohes Mosaik.
  • Der gotische Hauptaltar mit den Aposteln Petrus und Paulus und zwei Engeln wurde ersetzt durch
    einen Tuffsteinaltartisch, auf dessen Vorderseite ein einheimischer Bildhauer die Abendmahlszene
    darstellte.
  • Der Altartisch stand jetzt weiter vorne, da das Konzil Priester und Gläubige als gemeinsam
    Gottesdienstfeiernde ansah.
    Der Priester konnte so erstmalig mit dem Gesicht zu den Gläubigen
    die hl. Messe feiern.
  • Im Hintergrund wurde eine etwa 3 m hohe Tabernakelstele aus Tuff aufgestellt, die der Ettringer
    Steinmetzmeister herstellte.
  • Die alte Holzkanzel wurde durch einen Tuffambo ersetzt, auf dem der Bildhauer das Gleichnis vom
    Sämann in den Stein meißelte.
  • Die Kirchenfenster, die reale, biblische Darstellungen zeigten, wurden durch moderne Fenster erneuert.
  • Dunkle Bänke mit gotisch verzierten Kopfenden wurden durch helle, schlichte Bänke ersetzt.

Vor allem aber: Alles weiß, hell und freundlich.

 

Dieses Gabelkreuz stammt aus der Renovierung in den 1960er-Jahren unter Pfarrer Wilhelm Wirtz.
Die freigelegte Chorraumbemalung über der Sakristeitür ist gut zu sehen.

 

 

Renovierung der Kirche St. Maximin im Jahre 2006

Pfarrer Peter Strauch initiierte die bislang letzte Renovierung der Kirche. Die Arbeiten dauerten von Pfingsten
bis kurz vor Heilig Abend 2006. Während dieser Zeit musste die Friedhofskapelle als Kirchenersatz herhalten.
Bei der Renovierung ging es nicht nur darum, Schäden zu beheben und Pflegemaßnahmen durchzuführen,
sondern auch dem Innenraum ein neues Gesicht zu geben. Dabei wurden die Seitenaltäre entfernt.
Einer der Seitenaltäre fand seinen Platz in der Friedhofskapelle, aus dem zweiten wurde ein Weihwasserbecken
für den Seiteneingang und ein Kerzenständer für die Osterkerze gefertigt. Ziel der dezenten Ausmalung des
Kirchenschiffes war es, ein freundlicheres Bild der Kirche zu erzielen. Durch die reiche farbliche Gestaltung
wurde der Altarraum hervorgehoben. Typisch neugotisches Rankwerk wurde am Emporenaufgang freigelegt
und erhalten, ebenso die Chorraumbemalung über der alten Sakristeitür.

 

       Blick auf die neu gestaltete Empore                                         Gut gelungene farbliche Gestaltung
                                                                                                    der Wände im Altarraum

 

Pfarrer Strauch im neuen Hauptschiff

 

                                                       

                                       Unser Kirchenpatron St. Maximinus.
                                                Er steht am Pfeiler vor dem Altarraum

                                                                                                 

                         Hl. Maria                                                

                                       

                  Taufbecken

 

                                                                                                 

 Außenrenovierung 2008

Zwei Jahre nach der Innenrenovierung erhielt die  Kirche ein neues  Kleid.
Am 29.2.2008 wurde der von Wetter und Alter gezeichnete Kirchenhahn vom Turm genommen.

 

Das neue Kreuz und der neue Hahn glänzen auf dem neu gedecktem Turmhelm

 

Die Glocken von St. Maximin, Ettringen


Glocke 1
 
-  St. Maximinus

Stahl          Deine Ehre verkünde dieser Glocke Mund,
                       bei Sturm und Wetter,
                       Brand und Unglück,
                       tu Dich als Schutzpatron uns kund


                       1,40 m Durchmesser - 1.100 Kg
                       Dortmunder Verein, gegossen 1951

 

Glocke 2 St. Matthias

Stahl              Christi Glaubensbote
                       Dir klinge dieser Glocke Ton,
                       dass treu im Glauben wir verharren,
                       erwirk als Gnad an Gottes Thron.


                      1,20 m Durchmesser - 630 Kg 
                      Dortmunder Verein, gegossen 1951

Glocke 3  -  St. Josef

Stahl              Wenn dereinst wir sterben,
                       denn steh fürbittend Du uns bei,
                       stärk unsere Hoffnung;
                       ewge Ruh, der Josefsglocke Bitte sei.


                       0,90 m Durchmesser - 430 Kg
                       Dortmunder Verein, gegossen 1951

 Glocke 4  -  St. Maria

Bronze           Der kleinsten Glocke hohes Klingen
                        Maria, dir sei es geweiht.
                        Bitt, dass die höchste Tugend
                        In uns erblüh in Ewigkeit.

                        0,70 m Durchmesser - 300 Kg
                        F. Otto in Hemelingen bei Bremen,
                        gegossen 1927

 

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